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Papa Moll als Indianer
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Nach dem Essen mchte nun
Papa Moll ein wenig ruh'n.
Er legt sich aufs Sofa nieder
und streckt wohlig seine Glieder.
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Doch damit er nicht gestrt,
ruft er: "Fritz und Evi, hrt,
strt nicht meinen Mittagsschlaf,
malt etwas - und seid recht brav!"
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"Deshalb will ich heut euch zweien
meine Farbfilzstifte leihen."
Malt ein Indianerschild,
doch seid leis' und tut nicht wild!"
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Fritz und Evi fangen dann
sofort mit dem Malen an.
Oh, das Schild hier grau und rund
wird auf einmal herrlich bunt.
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Doch danach mit grter Freude
"ttowieren" sie sich beide.
Mit den Stiften kreuz und quer
fahr'n sie im Gesicht umher.
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Und zum Schluss mit leisem Sinn
schleichen sie zum Papa hin.
Weil der Filzstift uerst weich,
sprt Moll dessen Strich nicht gleich.
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Moll erblickt - nun aufgewacht -
Fritz und Evi, und er lacht:
"Eure Farben im Gesicht
lsen sich mit Wasser nicht!"
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Moll will nun zur Arbeit gehn -
ruft noch schnell "Auf Wiederseh'n!"
Da schreit Mama Moll voll Schreck:
"Moll! Soo darfst du niemals weg!"
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Papa Moll und die Senftube
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Moll behagt der Sonntagmorgen,
mollig warm und ohne Sorgen
kann er noch im Bette weilen,
muss heut nicht zur Arbeit eilen.
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Doch darauf im Badezimmer
rgert Moll sich tglich immer,
wenn die Tube er erblickt,
die nur vorne ausgedrckt.
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Moll spricht zu den Kindern dann:
"Sparen fngt im Kleinen an!
Dass die Tuben nicht so knicken,
drft ihr sie nur hinten drcken!"
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Sieh, da kommt Besuch herein,
ber den sich alle freu'n!
Tante Marta kommt von fern.
Sie ist reich - man hat sie gern.
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Eben schweben durch die Lfte
wunderbare Bratendfte.
Mama ruft im Sonntagskleid:
"Komm zu Tisch, es ist soweit!"
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Papa Moll stellt zornig fest,
dass der Senf vorn ausgepresst!
Tante nmlich jederzeit
ist fr grte Sparsamkeit.
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Darum zeigt nun Papa Moll,
wie man Tuben brauchen soll:
Hinten drckt man langsam zu -
vorne wird sie prall im Nu.
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Schwupp - der Deckel hlt nicht dicht.
Senf schiet Tante ins Gesicht!
Senf zum Essen jeder kennt,
doch im Aug' er schrecklich brennt.
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Papa Moll und sein Hund
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"Papa", ruft Frau Moll emprt,
"Evis Tun ist unerhrt!
Denn sie nimmt - wie ungesund -
in ihr Bett den Dackelhund!"
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"Kinder", sagt Moll, "solche Sachen
drft ihr mir nicht wieder machen!
Fr den Tschips, das liebe Tier,
dient als Bett dies Krbchen hier!"
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"Darin wird er artig liegen,
auch etwas zu trinken kriegen,
mollig warm noch zugedeckt,
schlft er brav, bis man ihn weckt."
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Jetzt geht Evi auch zur Ruh,
macht schon ihre uglein zu.
Papa Moll die Runde macht,
sagt den Kindern Gute Nacht.
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Auch die Eltern treu und bieder
legen sich zum Schlafen nieder.
Ruhig ist es nun im Haus,
- klick - Moll macht die Lampe aus.
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Pltzlich aus dem Schlaf geweckt,
wird durch Bellen Moll erschreckt.
Welche Strung nachts im Haus!
Moll springt rasch zum Bett hinaus!
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Tschips aus Leibeskrften bellt,
weil es ihm hier nicht gefllt!
Ach, es will Moll nicht gelingen,
Tschips doch zur Vernunft zu bringen.
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Mama Moll beim Morgengrauen
kann kaum ihren Augen trauen:
Sieh, da liegt Tschips faul und fett
nun sogar bei Moll im Bett!