$01
Sechster Streich
$%
In der schnen Osterzeit,
wenn die frommen Bckersleut'
viele se Zuckersachen
backen und zurechte machen,
wnschten Max und Moritz auch
sich so etwas zum Gebrauch.
$02
Doch der Bcker, mit Bedacht,
hat das Backhaus zugemacht.
$03
Also will hier einer stehlen,
muss er durch den Schlot sich qulen.
$04
Ratsch, da kommen die zwei Knaben
durch den Schornstein, schwarz wie Raben.
$05
Puff, sie fallen in die Kist',
wo das Mehl darinnen ist.
$06
Da, nun sind sie alle beide,
rundherum so wei wie Kreide.
$07
Aber schon mit viel Vergngen
sehen sie die Brezeln liegen.
$08
Knacks, da bricht der Stuhl entzwei.
$09
Schwapp, da liegen sie im Brei.
$10
Ganz von Kuchenteig umhllt,
steh'n sie da als Jammerbild.
$11
Gleich erscheint der Meister Bcker
Und bemerkt die Zuckerlecker.
$12
Eins, zwei, drei, eh' man's gedacht,
sind zwei Brote draus gemacht.
$13	
In dem Ofen glht es noch,
ruff, damit ins Ofenloch!
$14
Ruff, man zieht sie aus der Glut,
denn nun sind sie braun und gut.
$15
Jeder denkt, die sind perd!
Aber nein, noch leben sie.
$16
Knusper, knasper, wie zwei Muse
fressen sie durch das Gehuse.
$17
Und der Meister Bcker schrie:
"Ach herrjeh, da laufen sie!"
Dieses war der sechste Streich,
doch der letzte folgt sogleich.