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Mutter Globi muss fr morgen
dringend einiges besorgen.
Mahnend sie zu Globi spricht:
"Bleibe brav und nasche nicht!"
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Noch bevor die Tr geschlossen
hat der Bengel sich entschlossen
gleich zu stehlen ohne Scham
ein Stck Torte mit viel Rahm.
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Schnell gelingt's mit List dem Schlauen,
eine Treppe sich zu bauen
mit Schubladen, wie man sieht,
die er unterschiedlich zieht.
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Dann eilt Globi aus dem Hause
mit dem frech geraubten Schmause,
den er sichtlich sehr geniet,
dabei nicht die Haustr schliet.
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Etwas spter drckt der Schlingel
wahllos jede Haustrklingel
an dem groen Nachbarhaus.
Alles schaut erstaunt hinaus.
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Hinter einer Huserecke,
ungesehen im Verstecke,
Globi groe Freude hat
ber seine dumme Tat.
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Globi fhrt im ersten Bilde
wieder einen Streich im Schilde.
"Dieses Mdchen mit dem Ball",
sagt er sich, "bring ich zu Fall!"
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Aus dem Busch schiebt der Gemeine
einen Stock vor ihre Beine,
dass sie stolpert und dann fllt,
was dem Lmmel sehr gefllt.
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Gleich darauf kommt Fritz gegangen,
um nach Hause zu gelangen.
Diesem schiet der rohe Tropf
eine Eichel auf den Kopf.
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Nachher sieht man diesen Laffen
wichtig Zigaretten paffen.
Davon wird ihm schrecklich schlecht -
wahrlich, das geschieht ihm recht!
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Brummig, mit ldiertem Magen,
ohne einen Gru zu sagen,
kommt er heim, der arge Sohn.
Seine Eltern warten schon.
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Es ist Zeit zum Abendessen;
kaum sind alle dagesessen,
als er zu der Mutter spricht:
"Diese Suppe mag ich nicht!"
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Vater spricht: "Statt fernzusehen,
sollst du in dein Zimmer gehen.
Mach die Schularbeit sofort.
Dieses ist mein letztes Wort!"
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Bald sieht man den Jungen trdeln,
kritzelnd seine Zeit verbldeln.
Seht, sein Schulheft ist verschmiert
und mit einem Klecks verziert.
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"Anstatt in die Glotze gaffen,
sollst du in der Kche schaffen.
Mutter hat noch viel zu tun!"
So befiehlt der Vater nun.
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Doch als auch der Hausfrau Sttze
ist der Junior nichts ntze.
Weil er das Geschirr zerbricht,
will die Mutter ihn hier nicht.
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Jetzt dst er in aller Ruhe
wieder vor der Fernsehtruhe.
Vater sagt, des Zornes voll,
dass er stracks zu Bett geh'n soll.
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"So kann das nicht weitergehen,
etwas muss sofort geschehen!"
drngt die Mutter immer mehr.
Vater nickt gedankenschwer.
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Freizeit sinnvoll zu verwenden,
statt sie sinnlos zu verschwenden,
sollte doch, das leuchtet ein,
jedem ein Bedrfnis sein.
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Gibt's beim Kind jedoch zuzeiten
diesbezglich Schwierigkeiten,
lsst man das nicht einfach sein,
sondern schreitet sofort ein!
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Globi hofft auf Anregungen
bei den Pfadi fr den Jungen,
in Bezug auf Spiel und Sport,
drum besucht er diesen Ort.
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Auch die Pfadifhrer meinen,
dies sei gut fr seinen Kleinen.
"Es gefllt ihm sicher hier,
dafr garantieren wir!"
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Aufgenommen in die Runde
wird er noch zur selben Stunde.
Wlfli-Gruss und Druck der Hand
sind Symbol frs Freundschaftsband.
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Drei der neuen Kameraden
sind mit Energie geladen.
Stets zuvorderst im Verband,
"Knall" und "Peng" und "Wumm" genannt.
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Seht, jetzt kollern alle munter
purzelnd einen Hang hinunter.
Globi jauchzt aus voller Brust,
bermannt von Lebenslust.
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Nachher hpft man eine Weile
wechselweise mit dem Seile.
Immer schneller schwingt der Strick;
das braucht Kraft und viel Geschick.
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Mit viel Mut und Balancieren
auf dem Balken zu marschieren,
kommt als nchste Nummer dran.
Globi schafft es mit Elan.
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Dann soll's mglichst hoch gelingen,
bern Vordermann zu springen.
Dieser Sport wird im Schweizerland
"Bckligumpen" meist genannt.
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Schnell vergeh'n die schnen Stunden.
Globi hat es toll gefunden,
und beim Fuballspiel zum Schluss
hlt im Tor er manchen Schuss.
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Welch ein Wandel - schon nach Stunden -
hat bei Globi stattgefunden!
Er ist heiter, gut gelaunt,
was die Eltern sehr erstaunt.
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Und mit frhlichem Gesichte
lauschen sie dann dem Berichte,
wie es bei den Wlfen war:
spannend, lustig, wunderbar!
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Ungeheien deckt der Bube
schn den Esstisch in der Stube,
und er kann sich ungemeine
auf das Abendessen freu'n.
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Ohne Misston, nicht wie neulich,
bleibt der Abend sehr erfreulich.
Eine solche Harmonie
kannten Globis frher nie.
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Mutters Essen wird vom Jungen
in Rekordzeit froh verschlungen.
Einen Riesenappetit
bracht' er von der bung mit!
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Satt und mde geht der Kleine
in das Bettchen von alleine,
und kaum liegt er, schlft er schnell;
drauen ist's noch ziemlich hell.
